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Insbesondere im Winter, wenn es draußen kalt ist und drinnen geheizt wird, bildet sich an Fenstern und Türen gerne Kondenswasser. Dieses Kondenswasser ist nicht nur optisch unschön, sondern kann auch Schimmel verursachen, wenn es sich langfristig an den Ecken und an der umliegenden Wand absetzt. Was Kondenswasser ist, welche Ursachen es hat und wie man das Problem lösen kann, erfahrt ihr hier.

Ursachen der Kondenswasserbildung

Kondensat bzw. Kondenswasser bildet sich dann, wenn feuchte Luft auf kalte Flächen trifft und beim Abkühlen der sog. Taupunkt erreicht wird. (Quelle: Fensterplattform) Genauer erklärt bedeutet dies: Im Rauminneren befindet sich immer ein gewisser Grad an Luftfeuchtigkeit. Diese Luftfeuchtigkeit entsteht unteranderem durch die tägliche Wohnraumnutzung. So ergab eine Studie der TU Graz, dass in einem durchschnittlichen Haushalt 5-10 Liter Wasser pro Tag durch Kochen, Baden, Pflanzengießen oder Atmen eingebracht werden.

Warme Luft kann grundsätzlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Trifft die warme aufgeheizte Luft von innen nun an kalte Fenster- oder Türenflächen, kühlt die Luft an diesen Stellen ab. Da nun kalte Luft die Feuchtigkeit nicht so gut tragen kann, fällt die Luftfeuchtigkeit als Kondensat oder Tauwasser aus. Das Resultat: Die kalten Oberflächen werden nass. Man spricht hier auch vom Kondensieren, Betauen oder auch von Tauwasser. Durch dieses „Naturgesetz“ entsteht in der freien Natur beispielsweise auch Nebel, Wolken oder Regen. Aufgrund der hohen Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen tritt Kondensat zuhause insbesondere während der kälteren Monate auf. Das bedeutet ganz einfach gesagt: Kondensat tritt in der kalten Jahreszeit auch an gut wärmegedämmten Fenstern auf.

Kondenswasser am Fenster

Wo tritt Kondenswasser auf?

Kondenswasser kann bei Fenstern und Türen gleichermaßen auftreten, zum Beispiel an:

  • Der Verglasung innen
  • An den Dichtungen
  • Im Glas- oder Funktionsfalz
  • Außenseitig am Glas
  • Im Bereich des Fenster-/Wandabschlusses

Kondenswasser kann unabhängig vom Fensterwerkstoff, ob Kunststoff oder Holz, auftreten. Je nachdem, an welchen der genannten Stellen sich das Kondensat bildet, macht es sich unterschiedlich bemerkbar und kann nach Intensität und Häufigkeit klassifiziert werden. Die Betauung kann dabei punkt-, linien-, teil- oder vollflächig sein und das Fenster sowie die umliegenden Flächen nur geringfügig benetzen oder in Form von kaum sichtbaren Tröpfchen, sichtbaren Einzeltropfen oder sogar Eis erscheinen.

Kondenswasser am Fenster Innenseite mit Übergang zur Wand

Irrglaube: Kondenswasser ist schlecht!

Viele Fenster- und Türenbesitzer stehen dem Phänomen des Kondenswassers oftmals ratlos gegenüber. Eine der ersten Reaktionen ist, das Kondensieren auf Qualitäts-Mängel zurückzuführen. In den meisten Fällen entsteht das Kondenswasser jedoch nicht aufgrund eines Defektes oder Mangels, sondern durch das oben beschriebene physikalische Phänomen.

Insbesondere bei neuen Fenstern tritt das Phänomen häufig auf. Wurden im Zuge eines Neubaus oder Fenstertauschs neue Fenster verbaut, sind diese sehr luftdicht. Diese Dichtheit führt dazu, dass die Luftzirkulation verhindert wird, wodurch die Luftfeuchtigkeit im Raum bleibt und sich Kondenswasser an Fenster und Türen bilden kann. Die gute Nachricht: Kondenswasserbildung kann größtenteils mit einfachen Schritten entgegengewirkt werden.

Was tun gegen Kondenswasser an Fenstern- und Türen?

Die effektivste Methode gegen Kondenswasser am Fenster ist das Stoßlüften. Der gesamte Luftmengen-Austausch erfolgt beim Stoßlüften in kurzer Zeit bei voll geöffneten Fenstern. Auf was ihr beim richtigen lüften während der kalten Jahreszeit achten solltet, haben wir hier für euch zusammengefasst. Besitzer von neuen Fenstern mit einer sehr guten Wärmedämmung oder einer Dreifachverglasung sollten ganz besonders auf ein regelmäßiges Stoßlüften achten. Am besten 5-10 Minuten mehrmals täglich.

Um euch beim manuellen Lüften zu unterstützen, gibt es die innovative Internorm I-tec Lüftung. Diese im Fensterrahmen integrierte Lüftung versorgt eure Räume nicht nur für 24 Stunden mit Frischluft, sondern erkennt dank eines Sensors die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, aktiviert sich die Lüftung ganz automatisch.

Beschlagen die Fenster trotz richtigen Lüftens weiter, solltet ihr dies auf keinen Fall ignorieren. Ursächlich könnten auch undichte Stellen, wie beschädigte oder poröse Dichtungen sein, wodurch sich eine sogenannte Kälte- bzw. Wärmebrücke bildet. Das kann auf lange Sicht unangenehme Begleiterscheinungen, wie einen hohen Energieverlust oder Schimmelbefall, mit sich bringen. Hier empfehlen wir ein Fenster-Serviceteam zu benachrichtigen und fachkundigen Rat einzuholen. Bei Bedarf wird ein Servicetechniker eure Fenster begutachten und die Ursache beheben. Auf jeden Fall raten wir von Experimenten auf eigene Faust ab! Denn die können das Problem sogar verschlimmern und teure Reparaturkosten verursachen.

Quellen:

  • Forschungsbericht NR. B13.105.003.702, GEBÄUDE.KLIMA.ANALYSE, TU Graz
  • Fenster-plattform.at: Quality Windows. Made in Austria. Merkblatt Kondenswasser: Kondenswasserbildung an Fenstern und Türen
  • Fensterhersteller.at: Fenster und Kondensatbildung – Ist unser Fensterbau noch zeitgerecht?
  • Effizienzhaus-online.de: Kondenswasser am Fenster: das können Sie dagegen tun
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