Es ist heiß, die Luft steht und der Schweiß rinnt: In Innenräumen zeigt der Sommer oft seine Kehrseite. Um heiße Sommertage nicht nur draußen, sondern auch drinnen genießen zu können, ist ein effektiver Sonnenschutz unabdingbar. Die unterschiedlichen Beschattungssysteme sorgen an heißen Tagen für ein gesundes Wohnklima und steigern die Lebens- und insbesondere auch Schlafqualität. Was bei der Wahl und beim Kauf des richtigen Sonnenschutzes zu beachten ist und welche Begriffe man vorab kennen sollte, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag!
Sonnenschutz erfüllt viele Funktionen. Wichtig ist es, sich schon vorab umfassend über die
Die erste wichtige Frage ist die nach eurer aktuellen Wohnsituation: Handelt es sich um eine Mietimmobilie oder um euer Eigentum? Lebt man in einem Mietobjekt, sollte der Sonnenschutz leicht abnehmbar sein und auch bei der Montage sollten nur wenig Veränderungen am Fenster oder an der Fassade vorgenommen werden, um Schwierigkeiten mit den Vermietern zu vermeiden.
Ein außenliegender Sonnenschutz, wie der Rollladen, Raffstore oder die Außenjalousie, geht größtenteils mit baulichen Maßnahmen einher. So kann ein außenliegender Sonnenschutz, wie beispielsweise ein Rollladen, auf unterschiedliche Art und Weise eingebaut werden. Konkret wird zwischen folgenden Typen unterschieden:
Aufsatzkasten: Beim Aufsatzkasten bilden Rollladen und Fenster eine Einheit, die als gesamtes Konstrukt in die Fassade eingebaut wird.
Sturzkasten: Beim Sturzkasten-Rollladen wird der Kasten in das Mauerwerk integriert. Diese Variante eignet sich besonders bei Neubauten.
Vorbaurollladen: Bei einem Vorbaurollladen wird der Kasten als komplettes Element direkt an den Fensterrahmen angebaut. Dabei kann er in die Fassade integriert und verputzt oder als sichtbares Element für die Fassadengestaltung genutzt werden.
Innenliegende Sonnenschutzsysteme wie das Plissee oder die Innenjalousien werden bequem am Fensterinneren ohne Veränderungen an der Architektur angebracht, wodurch sie insbesondere für Mietobjekte gut geeignet sind.
Die Entscheidung, ob ein innen- oder außenliegender Sonnenschutz installiert werden sollte, hängt neben den Eigentumsverhältnissen von den bauphysikalischen Gegebenheiten ab. Ein außenliegendes Sonnenschutzsystem wird, wie bereits erläutert, an der Außenseite des Gebäudes angebracht, wodurch das Fenster direkt von außen beschattet wird. So wird ein Großteil der Strahlung von außen absorbiert, wodurch es zu einer geringen Aufheizung des Fensterglases kommt. Der Großteil der Sonnenstrahlen wird somit gar nicht erst an das Fenster herangelassen, sodass die Wärme über die Fensterschreiben auch nicht in die Räume vordringen kann. Der außenliegende Sonnenschutz schützt nicht nur vor der direkten Sonneneinstrahlung, sondern fungiert auch als zentraler Hitzeschutz gegen eine Überwärmung der Räumlichkeiten. Zwischen folgenden außenliegenden Beschattungssystemen kann gewählt werden
Außenjalousien und Raffstore: Beide Sonnenschutzsysteme bestehen aus Lamellen, die je nach Bedarf unterschiedlich stufenlos verstellbar sind. Der große Unterschied liegt in der Breite der Lamellen – Raffstores bestehen aus größeren Lamellen mit 6 bis 9 cm Breite, bei Außenjalousien hingegen sind sie bis max. 5 cm breit. Bei Raffstores kann anhand einer speziellen Tageslichtsenkung das Licht außerdem wohl dosiert nach innen gelenkt werden.
Rollladen: Ein Rollladen besteht aus einem sehr robusten Lamellen-Panzer, wie beispielsweise auch beim Vorsatz- oder Mini-Aufsatz Rollladen von Internorm. Der Vorsatzrollladen kann lose oder bereits am Fenster montiert geliefert werden. Der Mini-Aufsatz Rolladen ist bereits direkt am Fenster montiert und eignet sich deshalb auch sehr gut bei Sanierungen.
Textilscreens oder Stoffrollos bestehen aus einem wind- und wetterfesten Gewebe und werden direkt vor dem Fenster montiert – oftmals als Sonnenschutzlösung bei großflächigen Verglasungen.
Auch ein innenliegender Sonnenschutz schützt vor direkter Sonneneinstrahlung, dient aber in erster Linie nicht als Hitzeschutz, sondern vor allem als Sicht- und Blendschutz. Für innenliegende Sonnenschutzsysteme stehen euch Innenjalousien, welche direkt am innenliegenden Fensterflügel montiert werden, Plissees oder auch Innen-Rollos zur Verfügung. Der größte Vorteil liegt in der hohen Flexibilität sowie in der leichten Montage – oftmals auch ohne bohren. Durch die breite Farbpalette kann der Sonnenschutz außerdem zu einem dekorativen Element des Innenraumes werden.
Für einen umfassenden Sonnen- und vor allem Hitzeschutz empfehlen wir den außenliegenden oder die Lösung im Verbundfenster.
Das
Sonnenschutzsysteme können unterschiedlich gesteuert werden. Je nach Bedarf stehen bei vielen Systemen die Varianten Motor (elektronisch) sowie Kurbel, Gurt oder Schnur (manuell) zur Verfügung. Lasst euch am besten von einem Fachmann beraten, welches Modell zu euch, euren Bedürfnissen und eurem Budget passt.
Ein Fenster ist immer Wind und Wetter ausgesetzt. Das sollte beim Kauf des Sonnenschutzes unbedingt bedacht werden. Wenn es in eurer Region im Sommer sehr heiß wird, ist ein außenliegendes Sonnenschutzsystem die effektivste Form, die Räume vor einer Überwärmung zu schützen. Als Orientierung dient hier der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizienten) – je niedriger der U-Wert ist, desto geringer ist der Wärmedurchgang. Ein weiterer Wert ist der sog. g-Wert – auch Gesamtenergiedurchlassungsgrad. Dieser erfasst wie viel Sonnenenergie durch eine Verglasung in das Rauminnere dringt. Moderne Dreifachverglasungen haben einen Wert von in etwa 0,55. Was bedeutet, dass 55% der Energie in den Raum gelangen kann. Im Vergleich zu herkömmlichen Einfachverglasungen, deren Wert bei ca. 0,85 liegt. Je tiefer der Wert ist, desto besser ist die Sonnenschutzwirkung.
(Quelle:
Ist die Region sehr windreich oder starken Witterungen ausgesetzt? Ein Sonnenschutz kann nicht nur vor Hitzeeinfluss, sondern die Fenster auch vor Witterungsschäden schützen. Bei sehr windreichen Regionen ist es besonders wichtig, dass man sich beim Anbieter über die Windstabilität und die sogenannten Windgrenzwerte (bft) informiert. Je nach System können diese bei max. 118km/h (11bft) liegen. Auch die Luftdichtheit – die Dichtung gegen Luftströmungen - ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Die einzelnen Produktnormen für Sonnenschutzsysteme sind in der DIN EN 12114 vorgegeben. Damit euch euer Sonnenschutz auch möglichst lange dient, empfehlen wir auf jeden Fall beim Kauf auf Qualität zu achten – dies zahlt sich langfristig aus.
Besteht im Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit? Möchte man einen Sichtschutz vor ungewünschten Blicken? Soll das Schlafzimmer komplett verdunkelt werden können oder soll der Sonnenschutz auch vor Einbrechern schützen? Vor dem Kauf eines Sonnenschutzes sollte man sich unbedingt überlegen, welche Funktionen der Sonnenschutz haben soll, um das perfekte System auswählen zu können. Raffstores und Rollläden schützen beispielsweise nicht nur vor der Hitze, sondern dunkeln Räume ab und machen Einbrechern das Leben schwer. Im Badezimmer ist es hingegen wichtig, dass der Sonnenschutz für genügend natürliches Licht und aufgrund der Luftfeuchtigkeit für eine gesunde Luftzirkulation sorgt. Gleichzeitig dient er auch als Sichtschutz vor ungewünschten Blicken.
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