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  • Gewinner des Internorm-Architektur­wettbewerbs 2026 gekürt

    Expertenjury zeichnete international herausragende Architekturprojekte im Privat- und Objektbau aus

    Europas führende Fenstermarke prämiert dieses Jahr bereits zum achten Mal herausragende internationale Architekturlösungen. Der Internorm-Architekturwettbewerb verzeichnete auch heuer wieder zahlreiche Einreichungen in den Kategorien Objekt- und Privatbau. Die aus hochrangigen Expert:innen zusammengestellte Jury kürte im Objektbau das Projekt „Wolfsaugasse 6“ der Wachter ZT GmbH aus Wien und das Projekt „Haus mit Ring“ von abrama architekti aus Bratislava im Privatbau zu den Siegern. Mit dem Sonderpreis Architektur wurde die Erweiterung der Leicester Cathedral in Großbritannien ausgezeichnet.

    Gewinner Objektbau

    Wachter ZT GmbH
    Projekt „Wolfsaugasse 6“

    Sonderpreis Architektur

    van Heyningen & Haward
    Projekt: Heritage & Learning Centre der Leicester Cathedral

    Gewinner Privatbau


    abrama architekti s.r.o.
    Projekt „Haus mit Ring“

    „Ich freue mich, dass wir auch beim achten Architekturwettbewerb von Internorm eine große Anzahl von hochwertigen Einreichungen verzeichnen konnten. Die Projekte aus ganz Europa zeigen beeindruckend die gestalterischen Möglichkeiten durch gekonnten Einsatz von Fenstern und Türen. Das Ergebnis sind lichtdurchflutete, kreative und energieeffiziente Gebäude“, zeigt sich Anette Klinger, Miteigentümerin von Internorm, begeistert über die große Resonanz. „Gerade beim zukunftsorientierten Bauen wird deutlich, wie eng Energieeffizienz, Architektur und gesundes Wohnen miteinander verbunden sind. Tageslicht, thermischer Komfort und eine gute Gebäudehülle tragen wesentlich dazu bei, dass sich Menschen in ihren Räumen wohlfühlen und Gebäude langfristig nachhaltig funktionieren.“

    Architekt:innen und Planer:innen aus aller Welt waren zur Teilnahme am Internorm-Architekturwettbewerb aufgerufen. Gesucht wurden herausragende Projekte, welche die Gestaltungselemente Fenster und Türen von Internorm auf besondere Weise einsetzen, im Bereich zukunftsweisendes Bauen eine Vorreiterrolle einnehmen sowie zwischen 2020 und 2026 fertiggestellt wurden.

    Die Fachjury 2026 im Überblick

    von links nach rechts:

    Arch. DI Peter Larcher
    Arch. DI Karin Triendl
    Work Space Architekten ZT GmbH, Wien/Innsbruck
    Michael Salvi
    Studio Salvi Weber ZT GmbH, Wien
    Arch. DI Anja Innauer
    NONA Architektinnen GesbR, Vorarlberg
    Arian Lehner
    Chefredakteur, architektur.aktuell, Wien
    Mag. Anette Klinger
    Internationales Fensternetzwerk IFN, Traun

    Fotocredit "Wolfsaugasse 6": Patrick Johannsen Fotografie
    Fotocredit "Haus mit Ring": Matej Hakár
    Fotocredit "Heritage & Learning Centre der Leicester Cathedral": Andy Sykes
    Fotocredit Fachjury: Internorm

    GEWINNER OBJEKTBAU

    WACHTER ZT GMBH MIT DEM PROJEKT „WOLFSAUGASSE 6“

    Das in Wien ansässige Architekturbüro Wachter ZT GmbH erhielt den Hauptpreis im Objektbau für ihr Projekt „Wolfsaugasse 6“.

    Fotocredit: Patrick Johannsen Fotografie

    Der mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreis im Objektbau geht dieses Jahr an die Wiener Wachter ZT GmbH für die Sanierung des Zinshauses in der „Wolfsaugasse 6“. Das Gebäude aus dem Jahr 1894 wurde umfassend modernisiert und dabei bis auf seine grundlegende Tragstruktur entkernt. Zur Straßenseite sorgen französische Balkone für mehr Licht und eine stärkere Verbindung zum Außenraum, während hofseitig eine neue Stahlkonstruktion mit tiefen Balkonen den Bestand ergänzt. Großzügige, teilweise raumhohe Fenster- und Fenstertürelemente sowie Oberlichten bringen viel Tageslicht in die Wohnungen und stärken die Beziehung zwischen Innen- und Außenraum „Das Projekt zeigt, wie viel eine respektvolle Fassadengestaltung sowie präzise geplante Details bewirken können. Für mich liegt der besondere Reiz darin, das vertraute Altbaufenster neu zu interpretieren und dem Haus damit eine neue Präsenz im Straßenraum zu geben“, zeigt sich Jury-Mitglied Karin Triendl (Work Space Architekten ZT GmbH) beeindruckt. Anja Innauer (NONA Architektinnen GesbR) ergänzt: „Das Projekt schließt die Baulücke mit einer zeitgenössisch interpretierten Lochfassade, deren stehende Fensterformate und tiefe Laibungen durch Licht und Schatten ein differenziertes Relief erzeugen. Die regelmäßige Fassadengliederung fügt sich harmonisch in den gründerzeitlichen Straßenraum ein, während Rundbogenportal und dunkle Sockelzone den Eingang betonen. Großzügige Raumhöhen, vertikale Fensterproportionen und gezielte Ausblicke prägen die Wohnqualität im Inneren.“

    Gewinner Privatbau

    ABRAMA ARCHITEKTI S.R.O. MIT DEM PROJEKT “HAUS MIT RING“

    Der Hauptpreis in der Kategorie Privatbau geht an abrama architekti aus der Slowakei für das Projekt „Haus mit Ring“.

    Fotocredit: Matej Hakár

    Der erste Platz in der Kategorie Privatbau – ebenfalls mit 2.000 Euro dotiert – geht an abrama architekti aus Bratislava für das Projekt „Haus mit Ring“. Das 2025 fertiggestellte Einfamilienhaus ist als introvertierte lineare Struktur konzipiert, bei der der Garten auf natürliche Weise in den Innenraum übergeht und zu einem gleichwertigen Teil davon wird. Der Grundriss schafft einen kontinuierlichen Bewegungsring und verwandelt die Erschließung in einen vollständig nutzbaren Wohnraum. Große transparente Verglasungen und sorgfältig inszenierte Sichtachsen schaffen einen ununterbrochenen visuellen Dialog mit dem Garten. Die Fenster werden damit zum zentralen architektonischen Werkzeug, das Innen- und Außenraum miteinander verbindet und natürliches Licht als aktives Gestaltungsmaterial nutzt. Auch für die Fassade sind die Verglasungen prägend: Durch die durchgehenden Glasflächen wird ein schwebender Effekt des Obergeschosses erzielt. Stahlstützen verbinden sich nahtlos mit den Verglasungsflächen. Beim Thema gesundes und komfortables Wohnen wurden Sonnenausrichtung und solare Wärmegewinne ebenso berücksichtigt wie die natürliche Belichtung. Außenliegende Beschattung, Dachüberstände, hochleistungsfähige Dreifach-Wärmeschutzverglasung, ein extensives Gründach und Kühldecken sorgen für thermischen Komfort. „Mit wenigen, klaren Gesten entsteht ein Haus von bemerkenswerter Ruhe und Selbstverständlichkeit. Seine Qualität liegt im Zusammenspiel von geschlossener Form und präzisen Öffnungen – und in der Fähigkeit, aus einer komplexen Umgebung einen eigenständigen, zugleich offenen Lebensraum zu entwickeln“, begründet Jury-Mitglied und Architekt Michael Salvi (Studio Salvi Weber ZT GmbH) die Preisvergabe.

    SONDERPREIS ARCHITEKTUR

    VAN HEYNINGEN & HAWARD mit dem Projekt "Heritage & Learning Centre der Leicester Cathedral"

    Der Sonderpreis Architektur geht an van Heyningen & Haward für den Zubau des „Heritage & Learning Centre der Leicester Cathedral“ in Großbritannien.

    Fotocredit: Andy Sykes

    Mit dem Sonderpreis Architektur wird in diesem Jahr das neue Heritage & Learning Centre der Leicester Cathedral ausgezeichnet. Das von van Heyningen & Haward Architects geplante Projekt wurde im Rahmen von „Leicester Cathedral Revealed“ geschaffen und erweitert die rund 1.000 Jahre alte Kathedrale um eine neue Ausstellungsgalerie, flexible Lernräume sowie Einrichtungen für Schulen, Gemeinschaftsgruppen und Besucher. Der neue Mittelteil wurde im selben Erscheinungsbild in die historische Umgebung integriert und verbindet zeitgenössische Architektur mit dem kulturellen Erbe des Ortes. Eine besondere gestalterische Rolle spielt ein großes festverglastes Fenster, das vom neuen Zentrum direkt auf die ursprüngliche Kathedrale ausgerichtet ist und den Blick auf das historische gotische Buntglasfenster eröffnet. Die schmalen, vertikalen Fensteröffnungen bringen gezielt Tageslicht ins Gebäude und fügen sich harmonisch in die moderne Architektur des Heritage & Learning Centre ein. Zum Einsatz kommen dreifach verglaste Fenster des Modells HF 410 von Internorm, die hohe Leistungsfähigkeit und schlanke Ansichtsbreiten mit einer sensiblen Einbindung in den denkmalgeschützten Kontext verbinden. Michael Salvi betont: „Das Projekt überzeugt durch seinen sensiblen Umgang mit dem historischen Bestand. Besonders bemerkenswert ist die präzise und differenzierte Führung des Tageslichts, die den Räumen eine besondere atmosphärische Tiefe verleiht und den Dialog zwischen Alt und Neu auf subtile Weise erlebbar macht.“